In einem hochspannenden Finale um die Meisterschaft in EA FC 26 kam es zu einer Neuauflage des Klassikers zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Bis zum Schluss schenkten sich beide Teams nichts. Jubeln durfte am Ende jedoch Schwarz-Gelb. Nach Abpfiff gab es auch bei Dortmunds Trainer Alexander Steinmetz große Emotionen.

An einem langen Turniertag im XPERION in Hamburg konnte sich der FC Bayern München zunächst im Viertelfinale der Virtual Bundesliga Club Championship (VBL CC) mit 5:4 gegen die eSportler des VfB Stuttgart durchsetzen. Im Halbfinale folgte ein 6:4 über den SC Freiburg und öffnete so die Tür für das große Finale der VBL CC.

Borussia Dortmund wusste indes schon im Achtelfinale zu überzeugen und konnte im Duell mit dem FC Schalke 04 den virtuellen Derbysieg (9:8) einfahren. Daraufhin gab es im Viertelfinale für die Borussia einen 5:3-Erfolg über den SC Paderborn, ehe man im Halbfinale Borussia Mönchengladbach mit 9:4 bezwingen konnte.

Es war also alles angerichtet für den großen Showdown um den Titel. Vor rund 10.000 Live-Zuschauern auf Twitch ging es in das erste Spiel des Finals. In diesem standen sich Koray, „KKoray“, Kücükgünar für die Münchener und Dortmunds Franceso, „BVB_Virgil“, Alloca gegenüber. Nach einer Viertelstunde konnte die Borussia die Führung verbuchen, die „KKoray“ aber zehn Minuten vor dem Pausenpfiff zu egalisieren wusste. Die Antwort der Westfalen ließ nicht lange auf sich warten. In der 38. Spielminute ging der BVB erneut in Führung, doch der offene Schlagabtausch setzte sich rasch fort und so ging es nach dem erneuten Ausgleich (42.) in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte konnte „KKoray“ nach der Führung für die Schwarz-Gelben in der 48. Spielminute zum 3:2 die Partie sogar drehen. Ein schneller Doppelschlag in der 53. und 57. brachte die Bayern auf Kurs. Lange blieb es bei der 4:3-Führung für die Münchener. Alloca steckte jedoch nicht auf und beherrschte die letzten 30 Minuten der Partie. Nach guten Gelegenheiten belohnte sich der Italiener und glich sechs Minuten vor dem Spielende aus. 4:4! Doch damit nicht genug, kurz vor Abpfiff bot sich sogar noch die Chance zur Führung für die Borussia, doch „BVB_Virgil“ traf statt des leeren Tores in einer kuriosen Szene nur den Querbalken des Gehäuses.

„Furkyplayz“ bringt den FCB früh in Führung

Nach dem Unentschieden der ersten Partie ging es somit völlig offen in das alles entscheidende zweite Spiel. Die Bayern traten nun mit Furkan, „Furkyplayz“, Kayacik an, der mit seinem Gegner Dennis, „BVB_Denninho“, Malcherczyk auf ebenjenen Kontrahenten traf, der sich zuvor ebenfalls in Bestform präsentierte. Die beiden stärksten Einzelspieler des Tages setzten somit den Schlusspunkt. Mit dem ersten Angriff der Partie konnte „Furkyplayz“ schon nach wenigen Sekunden die Führung markieren.

Mental ein erster Dämpfer für „Denninho“, der im Interview nach dem Spiel zugab, direkt an die zuvor verlorenen Showdown-Matches in der VBL CC gegen die Münchener gedacht zu haben. Die zweite Partie verlief dann erst einmal deutlich ruhiger. Beide Spieler sind auch für ihre Defensivqualitäten bekannt. Nach 20 gespielten InGame-Minuten gelang dem BVB dann der verdiente Ausgleich. Man konnte spüren, dass hier niemand einen entscheidenden Fehler machen wollte, denn beide wussten um die Stärke in der Defensive, aber auch in der Offensive ihres Gegners.

Auf Anspannung folgt erlösender Jubel

Furkan Kayacik konnte die Bayern in Minute 29 dann erneut auf die Siegerstraße bringen, musste dann aber schnell den Ausgleich hinnehmen (37.). Die Spannung im XPERION Hamburg war greifbar, ein Sieger auch nach 45 Spielminuten nicht abzusehen. Malcherczyk konnte dann jedoch kurz nach Wiederanpfiff (49.) den BVB erstmals in Führung bringen und konnte in der 81. Minute sogar auf 4:2 erhöhen – die Entscheidung! Die Bayern kamen zwar in der Nachspielzeit noch einmal zum Anschlusstreffer, doch die Zeit war zu knapp, denn der Unparteiischen pfiff die Partie unmittelbar nach dem Anstoß ab. Der BVB setzt sich somit im zweiten Spiel mit 4:3 gegen den FC Bayern München durch und gewinnt das Finale insgesamt knapp mit 8:7. Borussia Dortmund ist Deutscher Meister der VBL Club Championship!

Nach Abpfiff brachen die Jubelschreie nur so aus den Akteuren heraus. Auch BVB-Coach Alexander Steinmetz schrie sich die Anspannung von der Seele. Steinmetz, der seit 2023 Teil des BVB eSport-Teams ist, wusste um die lange Saison und um das, was man als Team erreicht hat. Tolle Bilder zum Abschluss eines tollen Finaltags.

In gut einem Monat wartet dann das Einzelfinale der Virtual Bundesliga, das dann erneut in Hamburg ausgetragen wird.

Der Finaltag im ReLive auf Twitch: Zur Aufzeichnung
Spieldaten zum Finale auf der Website der Virtual Bundesliga: VBL CC Finale – Bayern München vs. Borussia Dortmund

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