Das zweite Surge-Event in UFL ist beendet und bringt mit Oliver Kahn eine der größten Torwart-Legenden ins Spiel. Nach den ersten Spielen und Eindrücken zeigt sich ein gemischtes Bild.

Ein Punkt, der auch im zweiten Surge-Event wieder deutlich wird: die Monetarisierung.
UFL geht hier einen Weg, den man bereits aus anderen Fußballspielen kennt – viele Packs, regelmäßige Promos und ein zunehmender Druck, Inhalte entweder zu erspielen oder zu kaufen.

Gerade bei den Legenden wird das deutlich. Wer nicht genug Zeit hat, um die Aufgaben zu grinden, muss schnell tief in die Tasche greifen. Für zwei Karten (Garrincha und Kahn in Addition) können so problemlos rund 120 Euro zusammenkommen – mehr als ein Vollpreistitel.

Das Problem dabei: Viele Spieler haben schlicht nicht die Zeit, alle Aufgaben innerhalb des Event-Zeitraums von gerade mal einer Woche zu erledigen. Besonders für Berufstätige oder Spieler mit Familie wird es schwierig, hier mitzuhalten. Ergo: Der Kaufdruck steigt, die klassische FOMO (Fear of missing out – dt. „die Angst, etwas zu verpassen“) tritt ein.

Event-Struktur: Viel Potenzial, aber auch Schwächen

Das Surge Event bringt grundsätzlich gute Ansätze mit:

  • klare Aufgabenstruktur
  • starke Belohnungen (etwa die Surge-Packs)
  • motivierender Grind

Allerdings zeigen sich auch einige Schwächen:

  • Aufgaben müssen strikt nacheinander erledigt werden
  • keine Kombination von Challenges möglich
  • kein alternativer Modus (z. B. Offline oder Freundschaftsspiele)

Das führt teilweise zu ungewolltem Verhalten: Spieler lassen sich bewusst im Rang herunterstufen, um Aufgaben einfacher abzuschließen. Das kann eigentlich nicht im Sinne eines kompetitiven Modus sein.

Eine einfache Lösung wäre hier ein separater Friendly-Modus für Aufgaben gewesen.

Die Belohungen für das Abschließen aller Herausforderungen im zweiten Surge-Event von UFL. Beste Prämie ist Oliver Kahn 95.
Screenshot: VIRTUAL90/© Strikerz Inc.

Oliver Kahn im Test: Starke Werte, durchwachsene Leistung

Auf dem Papier ist Oliver Kahn (95) eine absolute Top-Karte:

  • 99 Reflexe
  • 97 Positionierung
  • 97 Springen
  • zusätzliche Spezial-Skills (bspw. „Weitschussexperte)

Gerade der Skill gegen Longshots wirkt interessant, da genau diese Schüsse seit Wochen ein Problem im Gameplay sind.

In der Praxis fällt das Fazit aber gemischt aus.

Positiv:
  • einige neue und auffällige Animationen
  • starke Präsenz in bestimmten Situationen
  • solide Grundwerte
Negativ:
  • mehrere einfache Gegentore
  • inkonstantes Verhalten bei Standardsituationen
  • teilweise schwaches Stellungsspiel

Nach mehreren Spielen wirkt Kahn nicht deutlich stärker als andere Top-Keeper wie z. B. eine Pickford-93-Karte oder Donnaruma Supreme.

Das zweite Surge-Event zeigt, dass UFL auf dem richtigen Weg ist – aber noch nicht am Ziel. Oliver Kahn selbst ist aktuell keine klare Verbesserung gegenüber bestehenden Top-Keepern und bleibt nach den ersten Eindrücken eher hinter den Erwartungen zurück.

Schaut euch auch das Video zum Event auf YouTube an und teilt dort in den Kommentaren eure Erfahrungen mit Oliver Kahn aus dem Surge-Event.

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